Unsere Geschichte

Im Dezember 1993 war die Geburtsstunde der ersten ACA Pulka. Es wurde ein Prototyp aus hochwertigen Materialien entwickelt. Das Design basierte auf Grundsätzen der Funktionalität. Entscheidende Faktoren waren hierbei Stabilität und Gleiteigenschaften. Der erste, von Expedtionsprofis durchgeführte Test, verlief positiv und so kam die Pulka ins Gleiten.Im Juni 1994 wurde die Firma Acapulka gegründet. Weiterhin haben wir erfolgreich mit Materialien, Formen und Fertigungsverfahren experimentiert. In der darauffolgenden Saison waren unsere Pulkas auf großer Fahrt zum Südpol.

1996 wurde ein Kontor in Norwegen errichtet. Von hier aus wurde nun der Verkauf geleitet. Produktion und Entwicklung fanden weiterhin in Deutschland statt. Neue Ideen wurden geboren und umgesetzt oder verworfen.

Expeditionen, die hauptsächlich in Arktis, Antarktis und Grönland unterwegs waren, wählten immer häufiger ACAPULKA SLEDGES als Lieferanten. Die maßgeschneiderten Pulkas sind eine wichtige Vor-aussetzung für das Gelingen einer Tour. Seit 1999 werden wir vom norwegischen Expeditions-profi Börge Ousland bei der Produktentwicklung unterstützt.

Mit seinen Erfahrungen und Ideen ist er ein wichtiger Berater geworden. Im Frühjahr 2002 gründen wir die norwegische Firma ACAPULKA Norge A/S. In der neuen Produktionsstätte wird ein Großteil der mittlerweile zahlreichen Pulka-Modelle gefertigt.

Kleine Materialkunde

Unsere Pulkas müssen eine Menge leisten. Uns ist wichtig, dass Sie sich auf Ihren Touren jederzeit auf die Qualität Ihrer Pulka verlassen können. Darum verarbeiten wir ausschliesslich hochwertige Werkstoffe und Materialien.
Nachfolgend haben wir Wissenswertes über gebräuchliche Materialien für Sie zusammengestellt.

A

Alveolit

 

Alveolit ist ein PE-Schaum, der sich durch extrem hohe Zähigkeit auszeichnet. D.h. Polsterungen mit diesem sehr hochwertigen Schaum erfüllen auch nach Jahren noch Ihren Zweck.

Aramidfasern (Aromatisches Polyamid)

 

Die Firma DuPont führte die Aramidfaser unter dem Namen Kevlar zur Marktreife. Man unterscheidet dabei Hochmodul und Niedermodulfasern. Letztere werden z.B. für kugelsichere Westen verwendet.

Aramidfasern besitzen eine hohe spezifische Festigkeit, niedrige Dichte, hohe Schlagzähigkeit, gute Schwingungsdämpfung und eine hohe Arbeitsaufnahme.

Die Druckfestigkeit von Aramidfaserkunststoffen (AFK) ist allerdings eher gering. Aramidfasern werden in Form von Geweben und Gelegen verarbeitet.

C

Cordura

 

Cordura ist der Handelsname für ein spezielles von der Fa. DU Pont entwickeltes Nylongewebe. Es zeichnet sich durch extrem hohe Belastbarkeit aus. Die enorme Abriebfestigkeit ist sicher vielen durch eigene Erfahrung mit Rucksäcken aus diesem Material bekannt.

Denier (den) gibt die Feinheit des Garns an, somit die Stärke des Gewebes. Je höher der Wert, desto dicker das Material.

E

Edelstahl

 

Edelstahl ist korrosionsfrei, Säurebeständig und weit aus stärker als herkömmlicher Stahl. Bei den Zuggestängeaufnahmen verwenden wir kaltverformten Edelstahl, der sich durch extreme Formstabilität auszeichnet.

Epoxidharze (EP Harze)

 

Faserverbundwerkstoffe, die höchsten Anforderungen an Zuverlässigkeit und Langlebigkeit genügen müssen, werden vorzugsweise aus Epoxydharz hergestellt. Sie haben eine höhere dynamische und statische Festigkeit als UP Harze und bleiben auch bei sehr tiefen Temperaturen extrem schlagfest.

F

Faserverbundwerkstoffe

 

Faserverbundwerkstoffe sind Laminate, die aus Verstärkungsfasern und einer Matrix aus Kunstharzen gebildet werden. Mit Faserverbundwerkstoffen lassen sich leicht Bauteile mit einer hohen Formstabilität und Festigkeit herstellen.

G

Gelege

 

Gelege unterscheiden sich von den Geweben dadurch, daß die Verstärkungsfasern nicht miteinander verwebt, sondern vernäht sind. Dadurch ist der Faserverlauf geradliniger und man erhält steifere Bauteile. Gelege unterteilt man nach der Ausrichtung der Fasern in unidirektionale, bixiale, triaxiale und quadraxiale Gelege.

Gewebe

 

Technische Gewebe werden aus den unterschiedlichsten Verstärkungsfasern und in unterschiedlichen Webarten hergestellt. Die am häufigsten verwendeten Webarten sind Leinwand und Köper, wobei die Köperbindung besser drapierbar ist. Werden verschiedene Fasern in einem Gewebe verarbeitet bezeichnet man diese als Hybridgewebe.

Glasfasern

 

Glasfasern aus E-Glas sind der am häufigsten verwendete Verstärkungswerkstoff. Die Festigkeitseigenschaften von Glasfaserkunststoffen (GFK) entsprechen denen von Metallen, wobei das spezifische Gewicht niedriger ist, als das der Metalle. Glasfasern werden in Form von Matten, Geweben und Gelegen verarbeitet.

Glasfaserrohr

 

Es gibt grundsätzlich 2 Varianten von Glasfaserrohren. Bei der ersten handelt es sich um Rohr indem alle Verstärkungsfasern in Längsrichtung liegen. Diese verhältnismäßig günstigen Rohre haben eine geringe Bruchdehnung.
Bei den von uns verwendeten Rohren sind die Glasfasern um den Rohrumfang gewickelt.
Die Wicklungen der Verstärkungsfasern ergeben wesentlich höhere Bruchdehnungen.

Gleitcoating

 

Es gibt verschiedene Oberflächenbeschichtungen. Meist werden diese schon bei der Produktion als erstes in die Form gebracht um eine besonders gute Oberfläche zu bekommen, da diese nachher die Gleiteigenschaften erheblich beeinflussen.
Bei Polyesterbauteilen wird ein sog. Gelcoat verwendet. Dieses Gelcoat ist eine harte und Kratzfeste Oberflächenvergütung auf Polyesterbasis. Bei unseren Modellen die mit Epoxidharz hergestellt werden, haben wir ein Eigenes Gleitcoating entwickelt.
Dieses besteht aus Epoxidharzen, verschiedenen Härtern sowie Füllstoffen. U.a. haben wir diesem coating Graphitpuder beigemischt. Dieses Additiv verbessert die Gleiteigenschaften des Schlittens erheblich. Andere Füllstoffe erhöhen die Kratzfestigkeit. Aufgrund der schwarzen Farbe nennen wir dieses Gleitcoating "blackmagic".

Gurtbänder

 

Unsere Gurtbänder sind aus Terylene Polyester. Dieses Material zeichnet sich durch sehr Hohe UV und Alterungsbeständigkeit aus. Ferner sind diese Gurtbänder extrem Reißfest. Polyester dehnt sich nicht aus und nimmt keine Feuchtigkeit auf. Die Webart der von uns verwendeten Gurtbänder ist auf die Verwendung mit Nylonschnallen abgestimmt. Daher gleitet es wesentlich besser durch die Schnallen als andere Gurtbänder.

H

Handauflegeverfahren

 

Beim Handauflegeverfahren werden die Verstärkungsfasern mit Hilfe eines Fellrollers mit dem Matrixwerkstoff durchtränkt. Anschließend wird das Laminat mit einem Entlüftungsroller bzw. einem Gummispachtel entlüftet. Dabei werden unerwünschte Lufteinschlüsse, die zu Festigkeitsverlusten führen können, beseitigt.

Hybridgewebe

 

Wir verwenden meist Hybridgewebe aus Kohle- und Aramidfasern. Hierbei lassen sich 2 versch. Materialeigenschaften in einer Lage vereinen.
Siehe auch – Gewebe

K

Kohlefasern (Carbon)

 

In den 60er Jahren kamen die ersten Kohlefasern in geringen Mengen zu hohen Preisen auf den Markt (3000 DM/ kg). Heute werden Kohlefasern in vielen hochbelasteten Bauteilen als Verstärkungsfasern verwendet.

Kohlefaserkunstoffe (CFK) sind sehr leicht, besitzen hohe Zug- und Druckfestigkeiten, eine hervorragende Ermüdungsbeständigkeit und Vibrationsdämpfung. Die Festigkeit von CFK übersteigt die der meisten Metalle und anderer Faserverbundwerkstoffe.

Kohlefasern werden in Form von Geweben und Gelegen verarbeitet.

Kompositkonstruktion

 

Eine Kompositkonstruktion ist eine Mehrschichtverbundkonstruktion, bestehend aus zwei hochfesten Außenschichten und einer leichten Innenschicht (Sandwichwerkstoff). Dadurch wird das Flächenträgheitsmoment eines Bauteils und somit seine Biegesteifigkeit erhöht. Kompositkonstruktionen sind sehr leicht und finden im Flugzeugbau zunehmend Verwendung.

L

Laminate

 

Laminate sind Schichtstoffe, die aus einzelnen, miteinander verbundenen Lagen aufgebaut sind. In der Kunststofftechnik spricht man von Verbund– oder Faserverbundwerkstoffen. Sie bestehen aus mindestens zwei physikalisch oder chemisch verschiedenen Komponenten, die über eine Grenzschicht fest miteinander verbunden sind.

Layup

 

Als Layup bezeichnet man die Aufeinanderfolge der verschiedenen Lagen aus Verstärkungsfasern und Kernwerkstoffen. Es ist also ein Bauplan, der unter berücksichtigung der verwendeten Harze, Aufschluß über Stärke und Gewicht eines Bauteils gibt.

M

Massivlaminat

 

Ein M. ist ein Laminat ohne Kernmaterial. Unsere Massivlaminate sind im Vakuumverfahren hergestellt. Meist werden Massivlaminate in rein Kevlar gebaut.

Matrix

 

Um die zum teil hochfesten Verstärkungsfasern nutzbar zu machen werden sie in eine Matrix aus Kunstharz eingebettet. Dazu werden Polysterharze, Epoxidharze und Vinylesterharze verwendet.
Das tränken der Fasern mit dem Matrixwerkstoff kann im Handauflegeverfahren, im Vakuumverfahren oder im Vakuuminjektionsverfahren geschehen.

Matten

 

Glasfasermatten sind die am weitesten verbreitete Art Verstärkungsmaterialien. Sie bestehen aus einzelnen Glasfaserstücke von ca. 6cm Länge die wirr angeordnet sind und durch eine Schlichte miteinander verklebt sind. Glasfasermatten werden fast nur in Verbindung mit Polyesterharzen verwendet.

N

Nylon

 

Nylon ist ein Polyamid. Alle von uns verwendeten Schnallen der Marke National Moulding sind aus Nylon gefertigt.
Nylon ist ein Werkstoff der bei Kälte weit weniger spröde wird und damit weniger bruch gefährdet ist. Billige Schnallen aus z.B. Acryl halten sehr tiefen Temperaturen kaum stand.

P

Packhöhe

 

Die von uns angegebene Packhöhe ist ein mittlerer Wert. Es ist sicherlich möglich die Pulka höher zu bepacken. Je höher jedoch der Schwerpunkt liegt, desto eher kippt die Pulka.
Daher ist es ratsam eine etwas größere Pulka zu verwenden als diese zu hoch zu packen. Je tiefer der Schwerpunkt, desto besser sind auch die Gleiteigenschaften.

PE-Bearing

 

Als PE-Bearing bezeichnen wir eine Zugseilaufnahme die Seitlich an den Schlitten geschraubt wird. Diese ist aus weichem Polyethylen (PE) oder Teflon. Diese Zugseilaufnahme soll das Seil vor zu großem Abrieb schützen. Daher die verwendeten Materialien.

PE-Wechselkufensystem

 

Ein System, bei dem zuerst eine Aluminium Schiene am Schlitten befestigt wird. Auf diese Schiene wird der HDPE - Kufenbelag dann geschoben und anschließend am vorderen Ende durch eine Schraube gehalten.

Dieses eher schwere System, ermöglicht Gleitkufe ohne Bohrlöcher im Belag. Die Gleiteigenschaften werden dabei erheblich verbessert.

Polyesterharze (UP-Harze)

 

Ungesättigte Polyesterharze werden in der Kunststofftechnik am häufigsten als Matrix für GFK eingesetzt. Die Eigenschaften von UP Harzen können sehr unterschiedlich sein. Die für GFK Bauteile verwendeten Harze härten meist glasklar aus und sind sehr hart.

Polyethylen (PE)

 

Diesen, chemisch einfach aufgebauten Kunststoff gibt es in verschiedenen Dichten. Ein hochdichtes PE ( HD-PE) besitzt ca. eine Dichte von 96% im Vergleich zur Dichte von Wasser. Es ist also leichter als Wasser. HD-PE zeichnet sich durch hohe Aushärtung und damit einer harten Oberfläche aus.
LD-PE hat eine Dichte von ca. 92% im Vergleich zu Wasser. Es ist also noch leichter und dabei sehr formstabil. Bauteile aus LD –PE sind im allg. weicher als Bauteile aus HD-PE. Aufgrund der sehr guten Gleiteigenschaften, eignet sich PE hervorragend als Material für unsere Kufenbeläge.

S

Sandwichwerkstoffe (Kernmaterialien)

 

Sandwichwerkstoffe sind Schäume, Vliese, Wabenkonstruktionen oder Abstandsgewebe. Die Werkstoffe sind alle sehr Leicht aber dennoch druckfest und zäh. Dadurch wird eine optimale Verbindung der Außenschichten einer Kompositkonstruktion gewährleistet.

Schaum

 

Die Schäume, die für Kompositkonstruktionen verwendet werden sind meistens geschlossenporige Hartschäume aus unterschiedlichen Materialien (PVC, PUR, PE). Durch die Variation von Dicke und Dichte lassen sich die mechanischen Eigenschaften sowie das Gewicht eines Bauteils sehr stark verändern.

Schöller Textile

 

Ein von der Fa. Schöller entwickeltes, abriebfestes , schnelltrocknendes und hochelastisches Polyamid Mischgewebe.

Dieses Material hat sich bei Hüftgurten aller renommierten Rucksackhersteller bestens bewährt.

Schweißnähte

 

Das Mittelteil unserer Zuggestänge wird aus zusammengeschweißten Aluminiumrohren Hergestellt.

Diese Schweißnähte sind von sehr hoher Qualität. Das Mittelteil ist so konzipiert, daß es sich im Falle eines Sturzes erst verformen soll bevor es bricht. Die Verformung ist meist mit einfachen Mitteln, auch unterwegs, zu beheben.

Superlight RS

 

Ist ein sehr reifstes Nylongewebe. Durch die in abständen eingewebten dickeren Fäden (Ripstop Technologie) wird im Falle eines Loches ein weiterreißen verhindert. Das Material ist Siliconbeschichtet und hat ein qm Gewicht von ca. 74gr !

T

Teflon

 

Oder auch PTFE genannt. Dieser Kunststoff hat eine extrem glatte Oberfläche. Daher ist Teflon gut für unsere Zugseilaufnahmen geeignet. Leider ist dieser Kunststoff schwerer als vergleichbares Polyethylen.

Temperkammer (Temperverfahren)

 

Eine Temperkammer kann man am besten mit einem überdimensionalen Backofen vergleichen. Einige High Tech Kunstharze benötigen eine sehr genaue Temperaturbehandlung während und nach der Aushärtung.
Diesen Vorgang nennt man Tempern. Die Temperaturen können hierbei bis auf 140 Grad Celsius gefahren werden, je nach Harztyp und Anwendung es Bauteils.

V

Vakuumverfahren

 

Wie beim Handauflegeverfahren werden die Verstärkunsfasern mit einem Fellroller mit dem Matrixwerkstoff getränkt. Anschließen wird das Laminat jedoch luftdicht verpackt und mit Hilfe einer Vakuumpumpe entlüftet. Dadurch werden die unerwünschten Lufteinschlüsse sehr viel zuverlässiger beseitigt. Zudem wird überschüssiges Harz abgesaugt. Dadurch sind im Vakuumverfahren hergestellte Bauteile leichter als vergleichbare im Handauflegeverfahren gefertigte.

Verstärkungsfasern

 

Verstärkungsfasern geben Faserverbundwerkstoffen die geforderten Festigkeiten. Sie werden aus unterschiedlichsten Materialien hergestellt (z.B. Glas, Aramid, Carbon, Polyester). Verarbeitet werden die Fasern in Form von Matten, Geweben und Gelegen. Die Art der Fasern und die Ausrichtung der Fasern im Bauteil beeinflußt sein Festigkeitsverhalten und Gewicht ganz entscheidend.

Vlies

 

Die in der Kunststofftechnik verwendeten Vliese haben gegenüber den Schäumen den Vorteil, daß sie sehr gut drapierbar sind, d.h. sie lassen sich auch in engen Radien verarbeiten.. Die Vliese werden wie die Verstärkunsfasern mit dem Matrixwerkstoff teilweise oder ganz getränkt. Das hat zur Folge, daß Sie im fertigen Bauteil wesentlich schwerer sind als Schäume.

W

WP-Version

 

Pulkas in der WP-Version sind speziell abgedichtet. Die Wannen dieser Schlitten sind Wasserdicht, daher Schwimmfähig. Alle Nieten im unteren Bereich sind mit Dichtungsmasse eingesetzt.
Die Zuggestängeaufnahmen sind , sofern es sich um das PE- Bearing handelt, miteinander Verbunden, und meist ein Rohr oder Schlauch durch dieses das Zugseil läuft. Das innere der Pulka ist daher vor Wasser geschützt. Der Einsatz, vornehmlich in der Arktis, macht diese Maßnahmen notwendig.

Über uns

Ihr ungetrübtes Tourenerlebnis liegt
uns am Herzen. Gute Kommunikation
mit unseren Kunden ist uns sehr wichtig.

Für Fragen, Anregungen und Kritik sind
wir jederzeit dankbar.
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